Geschützt: Reggio Emilia: Vecka 8

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Geschützt: Reggio Emilia: Woche 8

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Geschützt: Reggio Emilia: Vecka 7

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Geschützt: Reggio Emilia: Woche 7

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Joggingtrauma

Zu Anfang ein Geständnis:
Ja, ich bin unsportlich und auch schon immer gewesen. Eigentlich mag ich Sport gar nicht. Wieso? Weil Sport anstrengend ist. Weil Sport in den meisten Fällen anhand erbrachter Leistungen gemessen wird. ein kluger Kopf wird bereits jetzt eins und eins zusammengezählt haben und die Ursache für meine Abneigung gegen Sport gefunden haben.
Meine Sportabneigung geht bereits auf die Grundschule zurück. Mein Joggingtraumasache allerdings erst auf die weiterführende Schule.
Die Schule, eine der prägenden Sozialisationsinstanzen, zumindest meiner Meinung nach. Bereits in der Grundschule beginnt es mit den Bundesjugendspielen. Gemessen wird hier, anhand der Schnelligkeit, Sprungweite und Wurfweite. Es gibt keine anderen Referenzwerte. Gut, ich muss zugeben, das es schwer ist die Motivation des einzelnen zu messen, aber man könnte es doch zumindest einmal versuchen, oder?
Mit Leistungen sind also tatsächlich erbrachte Leistungen verbunden, nicht das wofür man sich vielleicht den A…. aufgerissen hat. Ich finde und fand das schon immer frustrierend.
An meiner weiterführenden Schule mussten wir im Frühjahr/ Sommer immer einmal um ein Feld joggen. Wahrscheinlich hatte die Lehrerin keine Lust sich eine Sporteinheit zu überlegen und deswegen mussten wir joggen, aber das sind nur willkürliche Vermutungen. Nun das Feld war ein ziemlich großes Feld. Nicht nur das ich unsportlich bin und so, nein ich bin doch auch noch Allergikerin gegen Gräser- Birke und Roggen. Ich habe ab dem Frühjahr bis Ende Herbst andauernd Beschwerden mit meiner Allergie. Sportunterricht in freier Natur, war für mich deswegen ein Ding der Unmöglichkeit, da ich leichte bis mittlere Atemschwierigkeiten bekam. Meine Lehrerin wollte mir übrigens zuerst nicht glauben, dass ich keine Luft bekomme – so eine HEXE!
Das heißt, anstelle mich rein zu schicken und mir eine andere Aufgabe zu stellen, ließ sie mich entweder draußen stehen, oder ich musste den Weg dann gehen. Das Resultat meinerseits war Unaufmerksamkeit für den Rest des Tages, weil meine Augen so juckten und mir die Nase immer lief. Beim Arzt habe ich dann einen Atemtest oder so was machen lassen, aber der kann das halt nicht so gut nachprüfen, da die Pollenintensität in seiner Praxis ja ganz anders ist. Da ich aber auch beim Fahrradfahren Probleme hatte, war mir ziemlich klar das dass die Allergie ist. Fahrrad bin ich ja nun wirklich viel gefahren, ohne kam ich nicht aus dem Dorf weg.
Aber nun zurück zur Sozialisationsinstanz Schule. Anstelle den Kindern beizubringen, das Sport und Bewegung Spaß machen werden ihre Leistungen gemessen. Wieso? Was bringt es mir später im Leben? Ist es nicht sinnvoller die Freude an der Bewegung zu vermitteln? Heute gibt es permanent Diskussionen dass sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren nicht ausreichend bewegen. Bewegung und gesunde Ernährung werden heute als das Non plus ultra für ein gesundes Leben gesehen. Wieso dann diese, in meinen Augen, kontraproduktive Leistungserbringung in der Schule?
Ich könnte nun noch den Exkurs über die überbezahlten Sportler in manchen Sportarten und kaum bis gar nicht bezahlte Sportler in anderen Sportarten einbringen, aber ich denke es muss an dieser Stelle mit einer Erwähnung über solch ein be…….. System reichen. ;-)
Nun, was mein Sport und Joggingtrauma angeht, befinde ich mich mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Getanzt habe ich eigentlich schon immer gerne, aber auch das wird ja im Volksmund selten als sportliche Aktivität anerkannt. Vor drei Jahren habe ich mit Walking angefangen, aber wegen der Allergie musste ich im Sommer oft aussetzen. Eine Freundin hat mich diesen Winter zum joggen gebracht. Ich tripple zwar eher vor mich hin, als wirklich zu laufen, aber die Hauptsache ist, dass ich merke dass es mir etwas bringt. Ich hoffe dass meine Allergie diesen Sommer nicht so stark ist und ich mit dem Joggen über den Sommer hinweg weitermachen kann. Aber das werde ich ja merken. Ein großer Vorteil bleibt: Da es nur um mich geht, kann ich die Kriterien der erbrachten Leistungen einfach ignorieren. Die einzige Leistung die zählt, ist der Spaß am joggen. :-P